Rennberichte 2007

Jim Clark Revival in Hockenheim

Das erste Rennen der HRA in 2007 war mit 38 Teilnehmern eine gelungene Veranstaltung. Leider wurde die viele Arbeit, die sich der Vorstand gemacht hat, vom Veranstalter nicht entsprechend gewürdigt. Für die Teilnehmerzahl wurde dem Vorstand eine Stellfläche von 1400 qm zugesagt, erhalten haben wir jedoch nur eine Fläche von weit weniger als 700 qm. Das bedeutete, dass die HRA zerrissen auf drei unterschiedlichen Stellflächen untergebracht war, die teilweise mit Sand bedeckt waren, was unseren alten Autos gar nicht recht war. Dann der Zeitplan!

Das war wohl das Größte, was die HRA in ihrer gesamten Zeit erlebt hat. Zehn Minuten Trainig morgens um 08.00 Uhr und zehn Minuten Training abends um 19.00 Uhr. Montags dann um 08.30 Uhr ein Warm up, um 09.30 Uhr das erste Rennen und um 11.55 Uhr das zweite Rennen vor absolut leeren Rängen. Das war nicht das, was die Teilnehmer und der Vorstand erwartet und verdient haben. Für den Veranstalter war es anscheinend wichtiger, die Formel Renault und die ATS Formel 3, beides keine historischen Serien, zu den besten Zeiten fahren zu lassen. Da macht man sich doch so seine Gedanken und stellt sich die Frage, ob man bei einer solchen Veranstaltung nochmals fahren sollte!!!

Nun zum eigentlichen Rennen!
Axel fuhr sowohl mit dem Formel 2 als auch mit dem Formel 1. Das Formel 2 Training war schon am Donnerstag. Wieder einmal musste der Zylinderkopf teilzerlegt werden, da sich ein Kipphebel verabschiedet hatte. Neuer Kipphebel war eingebaut und es kam zum zweiten Rennen. Axel:" Plötzlich tat es einen Schlag und der Motor wollte nicht mehr!" Kurze Analyse: Kipphebel vom Auslassventil gebrochen, Ventil abgerissen und ein großes Loch im Kolben. Totalschaden.
Aber wir hatten ja noch den Formel 1!
Erstes Training am Freitag. Motor wurde zu heiß, Kolbenfresser auf dem ersten und zweiten Zylinder. Aus! Stimmung bei der gesamten Crew auf dem Nullpunkt!
Christian und Klaus: Nach dem Training auf dem 5. und 6. Platz im Gesamt. Erstes Rennen: Christian tobte durch das Feld und lag sehr schnell auf dem zweiten Platz im Gesamt und dem ersten Platz in seiner Klasse. Drei Runden vor Schluss - Ausfall!!! Zahnriemen der Wasserpumpe gerissen. Schadensfeststellung: Zylinderkopf auf dem dritten Zylinder vom Brennraum zum Wasserkanal durchgeschweißt. Alle Zylinderkopfschraubengewinde gerissen. Ende!
Der "Chef" musste nun die Stimmung im Zelt hoch halten. Erstes Rennen nach erbittertem Zweikampf mit Freund Holtkamp auf dem vierten Platz, vor selbigem.
Zweites Rennen, nun in der zweiten Startreihe, wieder Zweikampf mit "Holli" und wieder Sieger und abermals auf dem vierten Platz im Gesamt.

RENNBERICHT ASSEN 2007

Assen präsentierte sich mal wieder wie immer! Regen, Regen, Regen!
Leider war Assen nur eine Zwei-Tages-Veranstaltung, so dass wir am Samstag 2 Trainigsläufe und das erste Rennen fahren mussten. Etwas viel Stress, wie ich fand!
Der Vorstand der HRA sollte darauf bedacht sein, solche Veranstaltungen zu meiden!
Bedingt durch den Motorschaden von Christian, war der Hildener Rennstall nur mit einem Fahrzeug vertreten.
Der neue Motor von Axel, der durch Manni Biehl eingebaut und betreut worden war, hielt auch nicht das, was wir uns davon versprochen hatten - Ausfall durch Wasserpumpenschaden.
Allein der Toyota-Motor von Gerd Holtkamp, der im ersten Rennen noch durch einen Zündkabelschaden - Regen - stotterte, ging im zweiten Rennen bestialisch, was unweigerlich dazu führte, dass Holli das gesamte Feld hinter sich ließ. Endlich mal wieder ein Gesamtsieg! Danke an den Motorbauer!
Ich hielt mich dezent im Hintergrund und mein alter Motor schaffte noch den vierten Platz im Gesamtfeld.

Das zweite Rennen am Sonntag, man will es kaum glauben, fand bei bewölktem Himmel, aber ohne Regen statt. Auch hier reichte es für den "Chef" nur zu einem vierten Platz in der Klasse und einem fünften Platz im Gesamtfeld.
Schnell abhaken und an das nächste Rennen, das Oldtimer Festival am Nürburgring denken.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei der Familie Schaddrack bedanken, die für die HRA ein phantastisches Catering aufgebaut hatten, und die uns dadurch so manchen schlechten Gedanken an Wetter und Rennen vergessen ließen.

Wir sehen uns vom 15. - 17.Juni 2007 am Ring beim Oldtimer-Festival des DAMC 05.

Rennbericht vom Oldtimer-Festival 2007

Das Oldtimer-Festival war wie immer eine gelungene Veranstaltung und ich möchte mich hier beim DAMC 05 für die perfekte Organisation bedanken. Für das Wetter war der DAMC 05 zwar nicht verantwortlich, hat aber anscheinend für die HRA gebetet, denn alle unsere Läufe konnten auf trockener Piste gefahren werden. Wir mussten zwar immer zittern und manch verzweifelter Blick ging nach oben, es wäre ja auch sonst nicht die nötige Spannung aufgekommen. Bedingt durch den kapitalen Motorschaden von Christian in Hockenheim, musste der "Chef" mal wieder alleine die Farben Hildens vertreten.

Erstes freies Training am Freitag.

Leichtes Einrollen und Einfahren des neuen Motors. Keine besonderen Ereignisse und ich war für das Zeittraining am Nachmittag gerüstet.

Zeittraining am Freitagnachmittag!

Gut gerüstet ging es in die erste Runde, die dem Anfahren der neuen Reifen diente. Zweite Runde! Nach dem Passieren der Dunlop-Kehre ging es durch die Fordkurve nach oben. Doch was war das? Plötzlich ließ sich der Wagen nicht mehr in die nächste Rechtskurve einlenken. Also nun mal schön langsam zurück zur Box. Dank der Hilfe von Bernd aus dem Rennstall von Manni Biehl war der Fehler schnell gefunden! Das linke Vorderrad war lose. Nachziehen des Rades und zurück auf die Piste. Erste Runde, alles in Ordnung! Zweite Runde an gleicher Stelle wieder die gleichen Symbole! Wieder das linke Vorderrad lose. Also jetzt schon leicht entnervt zurück zur Box und gleich in die Selbige. Weiterfahrt war nicht möglich. Ergebnis: Keine vernüftige Zeit und damit letzter Startplatz für das erste Rennen am Samstag.

Damit war der Freitagabend gelaufen. Zerlegen der Vorderachse, Radbolzen erneuern, Radlager kontrollieren, reinigen der Felgenschüssel und der Radaufnahme, erneuern der Radmutter.
Nun die Hoffnung, dass wir den Fehler wirklich gefunden hatten.

Erstes Rennen am Samstag

Start des Rennes nach einer Einführungsrunde.
Vom letzten Startplatz ging es munter durch das ganze Feld. An das lose Vorderrad vom Freitag wurde kein Gedanke mehr verschwendet.
Nach fünf Runden lag ich auf dem vierten Platz im Gesamtfeld. Nun mit der Brechstange weiter. Ging leider nicht. Eingangs der Mercedes Arena wollten die Bremsen nicht so, wie der Fahrer. Volle Drehung in die Mercedes Arena hinein, gottlob ohne Berührung der Leitplanken. Motor aus. Das Feld zog wieder vorbei. Nachdem der Motor dann wieder angesprungen war, gings mit dickem Hals wieder durch das Feld und bis zum Abwinken des Rennens hatte ich den Platz sechs im Gesamtfeld erreicht. Das war zumindest eine gute Ausgangsbasis für das Rennen am Sonntag.

Zweites Rennen am Sonntag

Nun war die Situation wieder so, dass ich mir keinen Stress antun musste. Platz fünf und Platz vier waren schnell erreicht. Dann ging es leider nicht weiter nach vorne! Aber wir wollen ja nicht unzufrieden sein. Es kommen auch wieder bessere Tage und Rennen.

Rennbericht SPA FRANCORCHAMPS 03.- 05.08.2007

Ich muss diesmal etwas weiter vorgreifen!
Zwei Wochen vor dem Rennen war der Motor von Chris fertig. Aber leider war keine Zeit mehr da, diesen auch einzubauen und auf dem Prüfstand einzustellen.
Schnell also an den Ralt. Es sollte nur eine kleine Inspektion mit einer optischen Vermessung werden. Bei dem Druckverlusttest stellte sich dann heraus, dass das Einlassventil des ersten Zylinders undicht war. Na ja, man hat ja noch einen zweiten Motor! Vorsichthalber ein Druckverlusttest, der, man soll es nicht glauben, auch einen Druckverlust auf dem Einlassventil des ersten Zylinders ergab.
Also beide Zylinderkköpfe abbauen, Ventilsitze bearbeiten, Ventile bearbeiten und alles wieder komplettieren. Beim Abbau des Ansaugrohres tat sich ein größerer Schaden an einer alten Schweißstelle auf. Somit wurden die Ansaugrohre der beiden Motore ausgetauscht und das defekte Ansaugrohr geschweißt.
Alles zusammenbauen und Probelauf. Dem Himmel sei dank! Der Motor lief einwandfrei und hatte auch wieder seine alte Leistung.
Mittlerweile war Montag vor dem Rennen geworden.
Alles einpacken und Trailer und Wohnmobil fit für die Reise nach Spa machen. Donnerstag um 11.00 Uhr sollte die Abreise sein.

Der Gesundheitszustand meines treuen Freundes Boris verschlechterte sich von Tag zu Tag.

Am Abreisetag lag er morgens gegen 06.00 Uhr bewegungslos in der Küche. Schnell Chris geweckt und unter Tränen zum Tierarzt. Leider konnte der Tierarzt nicht mehr helfen, als ihm die letzte Spritze zu geben. Wir haben Boris mit nach Hause genommen und in unserem Garten im strömenden Regen begraben.
Das Wochenende fing damit entsprechend an!
Im Dauerregen ging dann die Fahrt nach Spa. Kurz vor Spa schloß der Himmel seine Schleusen und das Wetter war gar nicht so, wie es in Spa immer ist. Die Sonne schien für vier Tage.

Freitag, erstes Zeittraining um 12.05 Uhr

Mal wieder nichts neues!
Lockeres Einrollen, das einen 17. Platz im Gesamtfeld von 59 Fahrzeugen einbrachte. Natürlich fuhr "Boris" in Gedanken mit, erkennbar an einem schwarzen Trauerflor am Fahrzeug.

Freitag, 15.10 Uhr, zweites Zeitraining

Nicht viel besser! 12ter Platz im Gesamtfeld, damit für das erste Rennen am Samstag die 6. Startreihe. Es wurde Zeit, dass Freund Heinz kam und mal wieder seine bekannt gute Aufbauarbeit leistete!

Samstag, 13.05 Uhr, erstes Rennen

Viel Schrott! Man hätte annehmen können, dass dies das erste Rennen in der Saison war. Räder auf der Strecke, verunfallte Fahrzeuge am Streckenrand. Der "Chef", nun durch die Anwesenheit von Heinz angespornt, pflügte durch die Reihen und brachte es bedingt durch einem Verbremser in der letzten Kurve - der letzten Runde - nur auf Platz 7 im Gesamtfeld und Platz 6 in der Klasse.

Sonntag, 09.00 Uhr, zweites Rennen

Nun wieder ohne Heinz, zu einer Unzeit ! Bedingt durch das Resultat von Samstag jetzt in der dritten Startreihe. Das Rennen lief mit weit weniger Unfällen eigentlich problemlos ab. Ergebnis: Platz 6 im Gesamtfeld und Platz 6 in der Klasse.
Nun muss es aber mal endlich wieder ein besseres Resultat geben, oder nagt der Zahn der Zeit so langsam am "Chef"?
Wir freuen uns auf das nächste Rennen am Nürburgring, die Eifel Classic vom 21. - 23.09. und hoffen neben Motivator Heinz auf viele Freunde und Bekannte, die uns die Daumen drücken!

Nürburgring Classic vom 21. - 23. September 2007

Vom 21.-23.September 2007 wird der Nürburgring wieder zum Treffpunkt der Oldtimer-Szene. Neben den Langstreckenrennen für historische Tourenwagen und GTs, Gleichmäßigkeitsprüfungen für historische Fahrzeuge vor 1977 und des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes, Rennen der GTC-Serie und der Porsche Classic Trophy, fährt die HRA um den ADAC Graf Berghe von Trips-Pokal. Mit dabei wieder die Formelfahrzeuge aus Hilden. Der Pokal, der bereits im 26.Jahr ausgefahren wird, gilt als die am längsten existierende historische Rennserie in der die klassischen Formelfahrzeuge aus der Formel V, Formel Ford und der Formel 3 starten. Wir berichten davon und hoffen natürlich wieder auf erfolgreiche Rennen. Für unsere vielen rennbegeisterten Freunde hier die Trainings-und Rennzeiten der HRA: Training Samstag von 11.55 - 12.25 Uhr und von 17.00-17.30 Uhr. Die Rennen sind am Sonntag. Erstes Rennen von 09.50 - 10.20 Uhr, das zweite Rennen von 16.45 - 17.15 Uhr. Wir zählen auf euch!

Zuerst das aller Wichtigste! Heinz ist wieder dabei!
Und ich habe es Euch ja versprochen, es geht wieder aufwärts. Gemeint ist der Kampfgeist des "Chefs". Kein zögerlicher Beginn im Training, sondern gleich mit guten Zeiten glänzen! Platz 4 im Training, dass hatten wir schon lange nicht mehr. Muss also doch an Heinz und seinen Motivationskünsten liegen.
Platz 4 bedeutete die zweite Startreihe mit Bruno im Nacken, der Rache geschworen hat. Freund Holli steht in der ersten Startreihe auf Pole, naja, bei dem Motor!
Freund Axel fährt mit seinem Formel 1, mit neuem Motor nur drei Runden, dann brodelt das Kühlwasser wieder. Da war doch schon mal was? Gut das er seinen Formel 2 Brabham BMW mitgebracht hat. So kann er das Training noch als 12er mit einer guten Zeit fahren.

Erstes Rennen Sonntag um 09.50 Uhr

Eine Zeit, die der "Chef" nun gar nicht mag. Trotzdem ein guter Start und Startplatz 4 gehalten. Aber was passiert da vorne? Plötzlich sind den beiden Fahrzeugen von Palle und Roland über Nacht Flügel gewachsen. Sollte es da wieder etwas Neues in der HRA geben? Das Reifenthema hatten wir ja zur Genüge behandelt, ist nun das Benzin dran? Man spricht hinter vorgehaltener Hand von Rennbenzin! Muss das nun wirklich sein? Müssen historische Fahrzeuge nun verbunden mit erheblichen Kosten Rennbenzin mit hoher Oktanzahl fahren? Ich denke nicht und bin gespannt auf die neuen Diskussionen.
Freund Holli fuhr ohne den Funken einer Chance auf dem dritten Platz fast 15 Sekunden hinter den Rennbenzinern her, gefolgt von mir. Dahinter 200 Meter Luft auf Bruno. Es konnte also nichts mehr passieren, oder? Es kommt nun mal wie es kommne muss, im "Schumacher S", einer Rechts-Links-Kombination die im Vierten Gang voll gefahren wird, zieht plötzlich ein wesentlich langsameres Fahrzeug nach innen und machte den Weg zu. Nur durch eine Vollbremsung mit vier stehenden Reifen gelang es mir einen Unfall zu vermeiden. Bedingt durch dieses Manöver kam nun Bruno von hinten auf und konnte mich in der letzten Runde, dank seines aerodynamisch wesentlich effizienteren Fahrzeugs, auf der Geraden überholen und somit Platz vier ereichen. Für mich blieb dann der fünfte Platz. Auch nicht schlecht!

Bild der Nürburgring Classic 2006

Zweites Rennen um 16.45

Jetzt aus der dritten Startreihe auf Startplatz 5. Beim Start machte der führende wieder Spielchen, die wir schon einmal hatten wobei 2 schwere Unfälle passiert sind. Trotzdem für mich ein guter Start, Startplatz gehalten. Die Rennbenziner fuhren wieder alleine vorne weg. Man muss sich ja wirklich toll fühlen, wenn man auf diese Art und Weise Rennen fährt und gewinnt! Aber wenn man das braucht um glücklich zu werden, dann mal ran! Die übrigen Fahrzeuge hatten ein schönes Rennen und kämpften in einer anderen Liga untereinander. Holli auf Platz 3, Bruno acht Sekunden dahinter und der "Chef" 0.644 Sekunden hinter Bruno unter dessen Flügel. Dies war auch der Zieleinlauf und die Nicht-Renn-Benziner hatten Ihren Spaß! Alles in allem eine super Veranstaltung und ich möchte mich an dieser Stelle beim ADAC und dessen Helfern recht herzlich bedanken!

Rennbericht RGB Saisonfinale 05. - 07.10.2007

Bei schönstem Herbstwetter mal wieder eine gut organisierte Veranstaltung der Renngemeinschaft Bergisch Gladbach e.V. Und es war wieder für jeden etwas am Start. Die Euro BOSS Formel 1 bis Bj. 2003, die Indy Car, Formel 3000, historische Tourenwagen und GTs aus den Niederlanden, die Spezial-Tourenwagen-Trophy, der historische Langstrecken Cup der FHR, die HRA German Open die wieder um den Graf Berghe von Trips Pokal fuhr, die Alfa Romeo Challenge, der Caterham Cup, die FHR mit der 100 Meilen Trophy, und die Formel V. Alles in allem Rennen, die für jeden etwas zu bieten hatten. Der Rennstall aus Hilden war auch endlich wieder mit allen Autos vertreten, Axel mit seinem Formel 2 Brabham BMW, Chris mit dem Super V und nicht zuletzt der "Chef" mit seinem Formel 3 Ralt RT1. In der Box drängten sich schon ab Freitag die mitgereisten Helfer und Zuschauer, die sogar - wie in jedem Jahr - aus dem fernen Australien angereist waren. Jetzt lag es am "Chef", sein vollmundiges Versprechen, "es wird auch mal wieder aufwärts gehen", einzulösen.

Freitag, erstes und zweites Zeittraining

Erstes Zeittraining: Axel zog mit seinem BT18 seine Runden und setzte sich auf den ersten Platz in seiner Klasse. Chris, mit seinem Formel Super Vau, bestückt mit zwei Jahre alten Reifen - er sollte ja den neuen Motor in Ruhe einfahren - lag im hinteren Feld und der "Chef", man mochte es gar nicht glauben, brannte eine Zeit in den Asphalt, wie schon lange nicht mehr und setzte sich damit auf die Pole-Position.

Einige mochten es gar nicht glauben und machten ihre Späße, die ihnen aber noch vergehen sollten. Im zweiten Zeittraining konnte der "Chef" die Zeit aber nicht mehr bestätigen, da urplötzlich die Bremsen ein Eigenleben entwickelten. Gut das der Mann von Pagid da war und mit dessen Hilfe das Problem dann für`s Rennen behoben werden konnte. Axel und Chris konnten ihre Positionen im Gesamtfeld nicht weiter verbessern und hofften auch auf das Rennen am Samstag.

Samstag, erstes Rennen

Samstag, erstes Rennen: Pünktlich zum ersten Rennen war Motivator Heinz am Ring und baute Chris und den "Chef" zuerst einmal richtig auf. Das sollte Früchte tragen. Der "Chef" auf Pole führte das Feld in die Einführungsrunde. Ein Start wie aus dem Bilderbuch. Nur war gegen den Ralt von Roland Anders kein Kraut gewachsen. Eingangs der Mercedes Arena war Roland dann auf dem ersten Platz, gefolgt vom "Chef".

In dessen Nacken heiße Kämpfe der Formel 3 und der Formel Ford 2000 bis Bj. 1986, die bezüglich ihrer Straßenlage klar im Vorteil gegenüber den 10 Jahre älteren Formel 3 Fahrzeugen sind. Bis zur fünften Runde konnte sich der "Chef" aber die Formel Ford 2000 klar vom Leibe halten. Aber was tauchte da plötzlich formatfüllend im Spiegel auf? Ein Fahrzeug, lackiert in den gleichen Farben! Das konnte nur Sohn Christian sein, der sich bereits durch das ganze Feld gepflügt hatte und auch vor dem "Chef" keine Rücksicht nahm. Der Formel SV mit ca. 189 PS unter der Haube flog nur so am "Chef" vorbei und setzte sich auf den Platz 2 im Gesamtklassement und Platz 1 seiner Klasse. Motivator Heinz war an der Boxenmauer nicht mehr zu halten und sprang am Zaun der Mauer auf und nieder. Waren doch da plötzlich zwei Fahrzeuge in den Rennstallfarben rot/gelb an zweiter und dritter Stelle des Gesamtfeldes. Bedingt durch einige Schaltfehler des "Chefs" kam plötzlich der Formel Ford 2000 des Belgiers Philip Daniels - einem sehr fairen Sportsmann, mit dem zu kämpfen es richtig Spaß machte - auf und es wurde bis zur letzten Runde ein heißer Kampf. Doch was war das? In der letzten Schikane vor Start und Ziel, in der letzten Runde, rollte der Formel SV von Chris langsam in die Boxengasse. Was war geschehen? Ein Gummiring der zwischen Vergaser und Ansaugrohr sitzt, war in das Ansaugrohr gerutscht und hatte den Vergaser auf Vollgasstellung gehalten. Dies leider nur für drei Sekunden, dann gab der Ventiltrieb seinen Geist auf. ( Schade, hier wurde leider von der Firma, die den Motor im Frühjahr gemacht hatte, ein Teil eingebaut, welches heute kein Tuner mehr verwendet. Bei der Überholung des Motors durch uns, haben wir nach diesem Teil nicht geschaut, da wir Vertrauen zu der Firma hatten.) Trauriges Ende für Chris ! Bedingt durch den Ausfall landete der "Chef" auf Platz zwei in der Klasse und Platz zwei im Gesamtklassement. Das dritte Fahrzeug des Rennstalls, pilotiert von Axel, landete auf Platz eins in der Klasse und Platz 15 im Gesamtklassement.

Sonntag, zweites Rennen

Sonntag, zweites Rennen: Bedauerlicherweise konnten wir den Motor von Chris über Nacht nicht mehr retten und so waren nur noch zwei Fahrzeuge aus Hilden am Start. Der Start glich dem vom Samstag, Roland war vorne nicht zu halten und so bogen wir in der gleichen Formation in die Mercedes Arena ein. Der Formel Ford 2000 von Philip Daniels gab dem "Chef" wieder keine Ruhe und verlangte von ihm über das gesamte Rennen die volle Aufmerksamkeit.

Am Ende der 10 Runden war der Zieleinlauf der ersten Fahrzeuge wieder wie am Samstag. Der "Chef" konnte seinen zweiten Platz im Gesamtklassement und den zweiten Platz in der Klasse retten. Axel konnte seine Klasse gewinnen und belegte im Gesamtklassement den 11. Platz. Alles in allem ein spannendes Wochenende mit schönen Rennen und einem würdigen HRA-Meister sowie einem ebenso würdigen Graf Berghe von Trips Sieger, unserem Freund Roel Mulder aus den Niederlanden auf einem Formel Ford 1600 Bj. 1982.
Von dieser Stelle unseren herzlichen Glückwunsch !